|




|
2010 FLUG NACH TSCHECHIEN
Auch
heuer wieder gelten die üblichen Schritte der Flugplanung:
- 1-Begründung
des Fluges
- 2-Wetterentwicklung
- 3-Durchführbarkeit
Zu
1: Meine Fliegerfreunde Hans und Regina Petzold aus Rodewisch
im Vogtland planen eine Reise nach Vrchlabi ( LKVR) in Tschechien.
Dort waren die beiden schon regelmäßig zu Zeiten der Zweiteilung
Deutschland und danach.
Auch diesmal standen Kunstflüge mit Segelflugzeug Blanik und
Motorflugzeug Zlin 142 auf dem Plan. So freuten wir uns dort auf ein
Zusammentreffen.
Zu
2: in Europa bildete sich eine Hochdruckzone, die, im Nachhinein,
etliche Wochen andauern sollte.
Zu
3: Seit diesem Jahr kann in die Tschechei ohne Flugplan geflogen werden,
solange eine niedere Flughöhe eingehalten werden kann. Sperrgebiete
sind tabu. Kontrollzonen zu durchfliegen ist nicht notwendig.
Ist meine persönliche Einstellung als UL-Pilot seit Anbeginn
der UL-Szene. Ich fliege drumherum.
Los
gings am Donnerstag, 24. 6. 2010.
Ein traumhafter Morgen, noch Nebelschwaden über Oberschwaben
und Schwäbischer Alb, die sich schnell auflösen. Aber nie
hinderlich. 3 Stunden bis Zwickau zum Kaffee, PP ( "Pinkelpause")
und Tanken. In Zwickau kam ich zu früh an ( machen erst ab 10
Uhr Ortszeit auf.
Von dort sind es nochmals knapp 3 Stunden, mit diversen Umwegen zu
Sehenswürdigkeiten im Umfeld der geplanten Strecke.
Erst flog ich über das Erzgebirge, vorbei an dem Flugplatz Grossrückerswalde
EDAG, wo ich schon 1994 eine Gewitterfront abwetterte, um damals
noch spät abends nach Auerbach weiterzufliegen, wo mich meine
neuen Freunde sorgenvoll erwarteten.
Über den Hauptkamm des Erzgebirges kam ich dann nach Tschechien.
Von oben die Elbe bei Usti (Aussig), die sich nach Norden durch
das Gebirge windet. Südlich von Ceska Lipa und
Leberec ( Reichenberg) gings weiterhin ostwärts Vorbei
an Burgen, die fast unheimlich wirkten und heiteren Schlössern.
Großflächige Wälder musste ich überfliegen. Das
ist nicht so meine Ding, da mir immer noch diverse Motorabsteller
aus den Anfangsjahren der UL-Szene im Gedächtnis sind und man
auch immer nach einer potentiellen Landewiese Ausschau hielt.
Mit der Einführung des Rotax 912 ist das UL-Fliegen erst hoffähig
geworden. Muss ja auch mal gesagt werden.
Auch heute kommt mir das zu Gute!
Bald
taucht das Riesengebirge auf und in den Bildschirm des GPS
ruckelt sich der Zielflugplatz LKVR Vrchlabi, früher Hohenelbe.
Hier findet man auch die Elbe wieder, als jungfräulichen Bach,
entsprungen im Gebiet der Spindlermühle, an den Ausläufern
des Riengebirges mit seinem markantesten Berg Schneekoppe.
Im
Funk meldet sich niemand, also den Platz Überfliegen um nach
LandeT und sonstigen Zeichen zu sehen. Alles
OK zur Landung.
Meine
Freunde sind noch gar nicht da. Bald melden sie sich auf dem Handy
und kommen nach stundenlanger Autofahrt an.
Sie
erfahren eine schlechte Nachricht: die Blaniks sind gegroundet (schwerer
Unfall eines Gerätes dieses Typs bei einer Vorführung in
Österreich wenige Wochen vorher), aber auch eine sehr gute: es
steht eine nagelneue DG 1001 bereit zur Einweisung und weiteren
Verwendung.
Tolle Flüge entschädigten meine Freunde bei weitem ( Thermikflüge
von mehr als 4 Stunden Dauer).
Ich blieb in Vrchlabi bis Sonntag und bin dannin ca. 6 Stunden wieder
heimgeflogen.
Das
war mal wieder so ein richtig schöner Flug und 100% nach meiner
Vorstellung.
Hoffentlich kann ich noch einige anfügen, da vor kurzem der Fliegerarzt
zu erwartende medizinische Probleme signalisiert.
|





|